E233 - E233 - Thiabendazol
E233

E233 - Thiabendazol

⚠️ Risikostufe: Vorsicht Preservative

Über diesen Zusatzstoff

Herkunft

Thiabendazol ist eine synthetische organische Verbindung, die zur Klasse der Benzimidazole gehört. Es wurde erstmals in den frühen 1960er Jahren als Breitspektrum-Fungizid eingeführt. Es wird hauptsächlich zur Bekämpfung von Schimmel, Fäulnis und anderen Pilzkrankheiten bei Obst und Gemüse eingesetzt. Es wird auch als Anthelminthikum (Anti-Wurm-Medikament) beim Menschen und bei Tieren verwendet.

Verwendung

Als Lebensmittelzusatzstoff wird Thiabendazol als Nachernte-Fungizid eingesetzt, um Obst und Gemüse während der Lagerung und des Transports vor Verderb zu schützen. Es wird häufig bei Zitrusfrüchten (Orangen, Zitronen, Grapefruits), Bananen und Äpfeln verwendet. Die Behandlung trägt dazu bei, die Haltbarkeit dieser Produkte zu verlängern, indem sie das Pilzwachstum verhindert, das zu Fäulnis führen kann. Die Anwendung kann das Tauchen, Sprühen oder Wachsen der Produkte mit einer Thiabendazol-haltigen Lösung umfassen. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) festgelegte akzeptable Tagesdosis (ADI) beträgt 0,03 mg/kg Körpergewicht.

Nebenwirkungen

Obwohl Thiabendazol bei zugelassenen Mengen als relativ sicher gilt, wurden einige potenzielle Nebenwirkungen berichtet. Dazu gehören Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Allergische Reaktionen können, obwohl selten, auftreten. Hohe Dosen können in Tierstudien Leber- und Nierenschäden verursachen. Regulierungsbehörden überwachen Thiabendazol-Rückstände in Lebensmitteln, um sicherzustellen, dass sie innerhalb sicherer Grenzen bleiben.

Regulierungsstatus

Thiabendazol ist in vielen Ländern, einschließlich den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und Australien, als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Die spezifischen Vorschriften für seine Verwendung, einschließlich der Höchstmengen an Rückständen (MRLs), können jedoch je nach Gerichtsbarkeit variieren. In der EU wird es gemäß der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 geregelt, die MRLs für verschiedene Pestizide in Lebensmitteln festlegt. Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) reguliert auch seine Verwendung als Pestizid. Regelmäßige Überwachung und Risikobewertungen werden durchgeführt, um die Verbrauchersicherheit zu gewährleisten.

Quellen

  • 📚 EFSA 2023
  • 📚 FDA CFR 21
  • 📚 Wikipedia
  • 📚 PubChem
  • 📚 WHO
Kurzinfos
Typ Preservative
Risikostufe ⚠️ Vorsicht
Vegan? ✅ Ja
Halal? ✅ Ja
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