E710 - E710 - Spiramycin
E710

E710 - Spiramycin

⚠️ Risikostufe: Hohes Risiko Additive

Über diesen Zusatzstoff

Herkunft

Spiramycin ist ein Makrolidantibiotikum, das vom Bakterium *Streptomyces ambofaciens* produziert wird. Es wurde erstmals 1952 entdeckt. Es ist ein Komplex aus drei eng verwandten Verbindungen: Spiramycin I, Spiramycin II und Spiramycin III. Spiramycin wird durch Fermentationsprozesse gewonnen.

Verwendung

In einigen Ländern wird Spiramycin in der Humanmedizin zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt, insbesondere bei Atemwegsinfektionen, Toxoplasmose und bestimmten Zahninfektionen. Es ist in oraler und injizierbarer Form erhältlich. In der Veterinärmedizin wird Spiramycin zur Behandlung von Infektionen bei Tieren eingesetzt. Es wurde auch als Lebensmittelkonservierungsmittel untersucht, insbesondere zur Bekämpfung von *Mycoplasma* bei Geflügel. Diese Anwendung ist jedoch aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Antibiotikaresistenz nicht weit verbreitet. Die Verwendung von Spiramycin als Lebensmittelzusatzstoff ist in vielen Regionen, einschließlich der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, nicht zugelassen.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen von Spiramycin sind Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Auch allergische Reaktionen, einschließlich Hautausschlag, Juckreiz und Urtikaria, können auftreten. In seltenen Fällen wurden schwerwiegendere allergische Reaktionen wie Anaphylaxie berichtet. Während der Behandlung können erhöhte Leberenzymwerte auftreten, und sehr selten wurden Leberschäden beobachtet. Wie bei anderen Antibiotika kann eine längere Anwendung von Spiramycin zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bei Bakterien führen.

Regulierungsstatus

Spiramycin ist in mehreren Ländern als Human- und Veterinärmedizin zugelassen. Die Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff ist jedoch in wichtigen Regulierungsregionen wie der EU und den USA im Allgemeinen nicht gestattet. Es gibt keine festgelegte akzeptable tägliche Aufnahmemenge (ADI) für Spiramycin als Lebensmittelzusatzstoff, da es für diesen Zweck nicht zugelassen ist. Regulierungsbehörden sind besorgt über das Potenzial einer erhöhten Antibiotikaresistenz, wenn Spiramycin in der Lebensmittelproduktion weit verbreitet wäre.

Quellen

  • 📚 PubChem
  • 📚 ScienceDirect
  • 📚 EMA (European Medicines Agency)
  • 📚 WHO (World Health Organization)
Kurzinfos
Typ Additive
Risikostufe ⚠️ Vorsicht
Vegan? ❌ Nein
Halal? ✅ Ja

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