E425II - E425ii - Konjak-glucomannan
E425II

E425ii - Konjak-glucomannan

⚠️ Risikostufe: Vorsicht Additive

Über diesen Zusatzstoff

Herkunft

Konjak-Glucomannan (KGM) ist ein wasserlösliches Polysaccharid, das aus der Wurzel der Konjakpflanze (Amorphophallus konjac) gewonnen wird, die in Ostasien beheimatet ist. Die Konjakwurzel wird verarbeitet, um das Glucomannan zu extrahieren, das dann gereinigt und getrocknet wird, um ein Pulver zu bilden. Es besteht hauptsächlich aus D-Glucose und D-Mannose in einem molaren Verhältnis von etwa 1:1,6, verbunden durch β-1,4-glykosidische Bindungen. Das Vorhandensein von Acetylgruppen trägt zu seiner Löslichkeit und seinen einzigartigen Eigenschaften bei.

Verwendung

Konjak-Glucomannan wird in der Lebensmittelindustrie häufig als Verdickungsmittel, Stabilisator, Geliermittel und Ballaststoff verwendet. Es hat eine hohe Wasserbindungskapazität und kann selbst bei geringen Konzentrationen eine viskose Lösung bilden. Es wird in Produkten wie Nudeln (z. B. Shirataki-Nudeln), Desserts, Gelees, Getränken und verarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt. Aufgrund seines hohen Ballaststoffgehalts wird es auch in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet, die zur Gewichtsabnahme und zur Verbesserung der Darmregelmäßigkeit beitragen sollen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat gesundheitsbezogene Angaben zur Rolle von Konjak-Glucomannan bei der Gewichtsabnahme und der Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut zugelassen, sofern bestimmte Verwendungsbedingungen erfüllt sind.

Nebenwirkungen

Konjak-Glucomannan gilt im Allgemeinen als sicher für den Verzehr, wenn es angemessen verwendet wird. Es kann jedoch Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Flatulenzen und Bauchkrämpfe verursachen, insbesondere wenn es in großen Mengen oder ohne ausreichend Wasser konsumiert wird. Es besteht die Gefahr einer Speiseröhrenobstruktion, wenn das Pulver oder die Kapseln ohne ausreichende Flüssigkeit eingenommen werden, da das Glucomannan schnell anschwellen und die Speiseröhre blockieren kann. Es ist entscheidend, Konjak-Glucomannan mit viel Wasser zu konsumieren. Die EFSA hat eine sichere Aufnahmemenge festgelegt, und Produkte, die Konjak-Glucomannan enthalten, müssen entsprechende Warnhinweise bezüglich des Erstickungsrisikos für Personen mit Schluckbeschwerden oder bei Einnahme ohne ausreichende Flüssigkeit tragen. Die ADI (Acceptable Daily Intake) ist nicht spezifiziert, was auf eine hohe Sicherheitsmarge bei bestimmungsgemäßer Verwendung hinweist.

Quellen

  • 📚 EFSA Journal 2010;8(10):1798
  • 📚 FDA - CFR Title 21 Part 184
  • 📚 Wikipedia
  • 📚 PubChem
Kurzinfos
Typ Additive
Risikostufe ⚠️ Vorsicht
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